18.12.2017
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Aktuelles

Personalmangel in Kliniken kann Leben kosten

Leben der Patienten, aber auch der Pflegenden. 
Die Menschen werden immer älter, Leistungen in den Kliniken steigen, die Personalzahlen aber nicht. Der Druck auf das Personal steigt, die Qualität der Versorgung sinkt. Personal kostet – Personalmangel kostet Leben. Auch das des Personals!Um Kosten zu sparen, stellen die Krankenhäuser immer öfters Leiharbeiter ein und schließen Werkverträge ab. 
So reinigen "Leiharbeiter" z.B. Betten, Krankenzimmer und viele andere Bereiche in unseren Krankenhäusern.

Keimverschleppung ist dabei oftmals aus mangelnder Hygienekenntnis nicht ausgeschlossen.  Multiresistente Keime sind in Kliniken mittlerweile an der Tagesordnung und stellen unsere Gesellschaft vor zusätzliche erhebliche Probleme.Durch Arbeitsverdichtung und Einsparungen an Pflegepersonal geraten viele Mitarbeiter an ihre Leistungsgrenzen. Allzu oft bleibt die Qualität der Pflege dabei auf der Strecke. Noch nie waren die Fälle von Depressionen und Burnout beim Pflegepersonal so groß wie heute, und noch nie wurden so viele Patienten mit Psychopharmaka ruhig gestellt. Hier gibt es klare Untersuchungen, die  jeder dem Report der Krankenkassen entnehmen kann.
 
Der Fachkräftemangel ist an allen Ecken und Kanten spürbar.

Patienten und Besucher merken schnell, dass das Pflegepersonal sich zwar unendlich bemüht, jedoch dabei tagtäglich oftmals an seine Leistungsgrenzen stößt. Denn durch fehlerhafte Personalschlüssel und Arbeitsverdichtung stehen sie unter erheblichem Druck und die Gefahr möglicher Pflegefehler steigt.  Aufgrund immer schlechter werdender Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung ist es nicht verwunderlich, wenn sich immer mehr junge Menschen bewusst gegen eine Ausbildung in Pflegeberufen entscheiden. Die Geburtenschwachen Jahrgänge tun ihr Übriges dazu. 

Fast alle deutschen Krankenhäuser haben schwerwiegende Probleme. Sie sollen sich auf der einen Seite als ein Wirtschaftsunternehmen mit entsprechender Gewinnmaxime aufstellen, und auf der anderen Seite den gestiegenen Bedürfnissen der Patienten und einer modernen Medizin gerecht werden. Doch ein Wirtschaftsunternehmen ist eine Klinik nicht, kann sie gar nicht sein. Der einzige Gewinn kann der Gewinn der Gesundheit von möglichst vielen Menschen sein. Alle Gesundheitsminister der letzten Jahre haben hier auf diesem Gebiet komplett versagt.Es stellt sich die Frage, ob aus diesem Grund auch die Versicherungsprämien für die freien Hebammen so erhöht wurden, dass diesen oftmals nichts anderes übrig bleibt, als in die Kliniken zu gehen, um unter Dumpinglöhnen Höchstleistungen zu vollbringen?Die Betreuung und die Versorgung der Kinder und die Beratung und Hilfe für die  Eltern zu Hause bleibt dabei auf der Strecke. 

Die Familien-Partei Deutschlands in NRW sieht in der deutschen Gesundheitspolitik einen erheblichen Handlungsbedarf. 

Die Versorgung und Betreuung kranker und / oder älterer Mitmenschen und Personen mit Handicap gehört für uns zur öffentlichen Daseinsvorsorge. In der Öffentlichkeit wird der tatsächliche Zustand in unseren Kliniken verschleiert. 

So sind z.B. Krankenhäuser seit dem Jahr 2005 gesetzlich verpflichtet, regelmäßig strukturierte Qualitätsberichte zu erstellen und ihre Inhalte für eine Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. Die Berichte sollen der Information von Patienten und Versicherten dienen sowie den einweisenden und im Anschluss an die Krankenhausbehandlung weiter betreuenden Ärzten und den Krankenkassen eine Orientierungshilfe bieten.

Für Krankenhäuser eröffnen sie die Möglichkeit, Leistungen und Qualität darzustellen. Somit dient der Qualitätsbericht der Information und Transparenz auf dem Gebiet der Krankenhausbehandlung und kann zugleich für Krankenhäuser ein Wettbewerbsinstrument sein. Niemand wird dabei ernsthaft eingestehen, dass die Qualität nicht stimmt in den Krankenhäusern. Wer würde dieses Wettbewerbsinstrument freiwillig opfern,  um sich dann wohl möglich öffentlich an den Pranger stellen zu lassen? 

Der Gesetzgeber sieht vor, dass jedes Krankenhaus die Qualität seiner Leistungen sichert und verbessert (§ 135a Abs. 1 SGB V). Die Ausgestaltung von Verfahren und Instrumenten für diese Aufgaben hat er dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) übertragen. Die Politik muss dabei jedoch erst einmal „vernünftige Rahmenbedingungen“ zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung schaffen, und das wiederum kann nur durch ein mehr an Pflegepersonal und mit besserer Bezahlung erreicht werden. „Vernünftige Rahmenbedingungen“ bedeutet aber auch, den finanziellen Leistungsdruck von den  einzelnen Krankenhäusern zu nehmen und den Mensch wieder im Mittelpunkt einer solidarischen Gesundheitspolitik zu stellen. 

Wir fordern eine neue Gesundheitspolitik, machen Sie mit. Setzen Sie ein Zeichen und werden Sie Mitglied in unserer Familien-Partei.

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