18.12.2017
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Aktuelles

Gerecht geht anders!

Egal ob Beamter oder Beschäftigter: Auf den öffentlichen Dienst muss Verlass sein. Zentrale öffentliche Belange in allen Bereichen werden von über 4 Millionen Menschen täglich gemeistert. Sie sorgen für unsere täglichen Sicherheit, Energie und Wasserversorgung oder Bildung und Wissenschaft. Der öffentliche Dienst deckt Arbeitsbereiche zur öffentlichen Daseinsvorsorge ab und prägt unser aller Miteinander. Alle Bereiche greifen direkt oder indirekt in unsere Familien ein, das wird oft vergessen.

Denken wir nur einmal an die größtmögliche Sicherheit für unsere Kinder im Straßenverkehr oder an den Schutz vor Gewalttaten, an die vielen Beratungen in den Kommunen und die Bearbeitungen der persönlichen Anliegen, um von der Bildung gar nicht erst zu reden. Über 4 Millionen Bedienstete bedeutet aber auch eine enorme Verantwortung und Fürsorgepflicht ihnen gegenüber und ihren Familien. Justizhelfer, Justizwachtmeister, Hausmeisterdienste, Amtsgehilfe, Oberamtsgehilfe, Schaffner, Aufseher, Hauptamtsgehilfe, Oberschaffner, Oberaufseher, Wart, OberwachtmeisterAmtsmeister, Triebwagenführer, Hauptschaffner, Hauptwachtmeister, Oberwart, Hauptaufseher, Oberamtsmeister, Obertriebwagenführer, Hauptwart, Betriebsassistent, Lokomotivführer, Unteroffizier, sind z.B. alles Berufe die sich Namentlich toll anhören jedoch hier in NRW oftmals noch im einfachen Dienst angesiedelt sind und mit A2 bis A6 besoldet werden.

Eine Besoldung die je nach Dienstalter brutto zwischen 1720 Euro und 2300 Euro liegt. Hinzu kommen dann noch in vielen Berufen die Abzüge der privaten Restkostenversicherungen und erhebliche Eigenanteile bei der sogenannten Beihilfe im Krankheit - bzw. Pflegefall. Gerade die Streichorgie bezüglich der Beihilfe hat dafür gesorgt das hier in NRW unterm Strich Familien dessen Eltern im öffentlichen Dienst sind manchmal weniger zur Verfügung haben als Hartz IV Empfänger. Gerecht geht anders! Eine angemessene Dienstrechtsreform ist seit Jahren überfällig und das im Juni vorgelegte Eckpunktepapier dieser Landesregierung ist nicht nur stümperhaft sondern entbehrt jeglicher Grundlage. Der Vorsitzende der Familien-Partei Deutschlands in NRW forderte in einem Interview eine Dienstrechtsreform die auch seinen Namen verdient und den Menschen in unserem Land gerecht wird. „ Generelle Anhebung in die nachfolgenden Laufbahngruppen aller Berufsgruppen, einhergehend mit der Abschaffung des Einfachen Dienstes. Durchlässige Laufbahnen unter Einbeziehung und Gleichbehandlung der Tarifbeschäftigten in NRW, sind neben dem Recht nach 40 Arbeitsjahren in Pension zu gehen unerlässlich. Begleitend zur Dienstrechtsreform ist ein übersichtliches und gerechtes Beihilfesystem in Krankheits- bzw. Pflegefall zwingend erforderlich.

Hinzu müssen Besoldungsstrukturen geschaffen werden wo nicht mehr das Dienstalter im Vordergrund steht sondern der Familienstand und die Anzahl der Kinder. Der öffentliche Dienst muss Vorreiter werden in Sachen sozialer Verantwortung aller Bediensteten und Beschäftigten in unserem Land. Wie will man von privaten Firmen eine gerechte Bezahlung einfordern um die Kaufkraft im Inland anzukurbeln, wenn die öffentliche Hand diese, ihren eigenen Mitarbeitern verweigert? Der öffentliche Dienst muss deutliche Zeichen setzen, dass soziale Standards für Beschäftigte unerlässlich sind. Kein Arbeitsbereich in NRW, wurde durch die alten Parteien, so, Entschuldigung, verarscht, wie der öffentliche Dienst und dabei ist er für unser aller Miteinander unerlässlich. Verschweigen darf man allerdings auch nicht das die Bediensteten auch eine gewisse Mitschuld tragen, da sich viel zu wenige politisch organisieren und engagieren.“

(Artikelherkunft: http://relevant.at/wirtschaft/pr/1175188/gerecht-geht-anders.story)

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