Presse

Parteitag am 03.11.2012 beschließt Zusammenschluss mit der Familien – Partei Deutschlands / Urabstimmung läuft


Am Samstag, den 03. 11 wurde bei der Auszählung der Wahlzettel deutlich, dass die Parteimitglieder der Partei Soziale Gerechtigkeit Nordrhein Westfalen einen Zusammenschluss mit der Familien - Partei Deutschlands begrüßen.

Der Wille der Mitglieder war so eindeutig, dass umgehend die notwendige Urabstimmung für den 05.11. bis 28.11.2012 eingeleitet wurde.

Wenn die Urabstimmung entsprechend verläuft, heißt es ab dem 01. Dezember: Gemeinsam sind wir stark! Beide Parteien werden dann zusammen die Parteienlandschaft nachhaltig in Deutschland verändern.

Die politische Arbeit für die Menschen hier in NRW wird positiv verstärkt und gefestigt.

Durch einen Zusammenschluss wäre die Familien – Partei Deutschlands in NRW durch Ratsherr Helmut Geuking nun auch im Rat der Stadt Billerbeck vertreten.

Die Familien – Partei Deutschlands hat bereits am 29.09. auf ihren Parteitag in Essen die Weichen für einen Zusammenschluss gestellt.

Nachrichten-Archiv

Februar 2015

Familien-Partei wählte neuen Vorstand

28.02.2015 16:00

Für zwei weitere Jahre wurde der Kreistagsabgeordnete Hubert Töllers im Amt als Vorsitzender im Stadtverband Billerbeck der Familien-Partei Deutschlands einstimmig wiedergewählt und bestätigt.Die Mitglieder der Familien-Partei setzten am 27.02. hier vor Ort bewusst aus einer Mischung zwischen politischer Erfahrung und jugendlichen Elan. Der Ratsherr Helmut Geuking  räumte seinen Stuhl als bisherigen Stellvertreter und schied aus dem Vorstand im Stadtverband Billerbeck aus. Natürlich steht er als Landesvorsitzender in NRW weiterhin mit Rat und Tat dem neuen Vorstand uneingeschränkt zur Verfügung. Für ihn wurde als neue Stellvertreterin Frau Nora Berling gewählt.

Dem Geschäftsführenden Vorstand gehört nun Anja Geuking als Schatzmeisterin an. Der Vorstand insgesamt wurde um eine Beisitzerstelle erweitert und es wurden Rebecca Musiol, Steven Laumann und Sonja Meyer gewählt.Frauen und junge Menschen sind prägend innerhalb der Familien- Partei hier in Billerbeck und daher ist es durchaus auch nicht verwunderlich das 4 von 6 Vorstandsposten mit jungen Frauen besetzt wurden. Die Familien-Partei glänzt mit Frauenpower und jugendlichen Elan und zeigt einmal mehr, das Politik vor Ort für alle Bürger, ob Jung oder Alt, interessant gestaltet werden kann.
Die große Geschlossenheit innerhalb des Stadtverbandes wurde bei der Verkündung der Wahlergebnisse mehr als deutlich, so wurde der gesamte geschäftsführende Vorstand einstimmig gewählt. Hubert Töllers machte in seiner Antrittsrede deutlich, dass man hier in Billerbeck nicht nur Politik positiv gestaltet, sondern sich auch weiterhin zum Wohle der Stadt einbringen wird. „Es ist nicht gut, wenn sich durch die anstehenden Bürgermeisterwahlen die Mehrheiten im Rat der Stadt Billerbeck für das eine oder andere politische Lager verschieben. Das ist nicht im Interesse der Menschen in unserer Stadt. Daher wird die erste Aufgabe des neu gewählten Vorstandes sein, zu entscheiden ob die Familien-Partei Deutschlands hier vor Ort in Billerbeck eine Bewerberin oder einen Bewerber ins Rennen um das Bürgermeisteramt schicken wird. Auch kreisweit wird sich der neue Vorstand einbringen, da eventuell die Familien-Partei Deutchlands einen eigenen Landratskandidaten oder Landratskandidatin im Kreis Coefeld präsentieren wird.“  Die Familien-Partei ist in Billerbeck und im gesamten Krei Coesfeld nun zu einer festen Größe geworden und möchte zukünftig noch mehr Bürger animieren sich für die Menschen vor Ort einzubringen. Stolz und Selbstbewusst präsentiert sich der neue Vorstand in Billerbeck. Mit Tatkraft, jugendlichen Elan, politischer Erfahrung und Frauenpower werden die anstehenden Herausforderungen der Zukunft angenommen und bewältigt. 

Immer Ärmer trotz Arbeit – Konzerngewinne sprudeln – Zeit zu handeln

20.02.2015 21:00

OECD Ländervergleich zeigt auf das gerade in NRW die Armut rasant anwächst.

Eine OECD Studie legt offen das in NRW die Armut mehr als doppelt so schnell wächst wie im Bundesdurchschnitt. Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil armer Menschen um 5% und in den vergangenen 7 Jahren um insgesamt 23%. Während im Ruhrgebiet die Armutsquote schon seit vielen Jahren überdurchschnittlich groß ist wird nun auch zunehmend der Großraum Köln/Düsseldorf zur Problemregion.

Als Arm gelten übrigens Menschen die von weniger als 60% des Durchschnittseinkommens leben müssen.

Auf der einen Seite sprudeln Konzerngewinne und herrscht Rekordbeschäftigung, auf der anderen Seite werden Arbeitnehmer zunehmend von dieser Entwicklung abgehängt und verdienen so wenig dass es kaum genug zum Leben ist. Allein in Köln und Düsseldorf ist in den letzten 7 Jahren die Armutsquote um sage und schreibe 31,5% jeweils angestiegen. NRW ist nicht nur ein Schlusslicht, sondern das Abgleiten in die Armut ist rasant schnell und erschreckend hoch im Vergleich zu anderen Bundesländern. Rot / Grün hat abgewirtschaftet, dank einer mangelhaften Wirtschaft - und Sozialpolitik. NRW muss handeln, die Menschen in NRW müssen handeln, Sie müssen handeln!  Wir brauchen mehr als einen Mindestlohn. Der Mindestlohn holt niemanden aus der Armutsfalle heraus. Wir brauchen eine Offensive gegen prekäre Arbeit wie Leiharbeit und Missbrauch von Werksverträgen und dazu klare Regelungen das Menschen in Arbeit von den sprudelnden Konzerngewinnen partizipieren.

Es muss ein Grundrecht sein von seiner täglichen abgeleisteten Arbeit auch angemessen leben zu können.  
Vom Grundsatz her ist Deutschland zwar ein reiches Land und im Schnitt werden pro Jahr und Einwohner gut 30 000 Euro erwirtschaftet. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass lediglich 10 % der Menschen in unserem Land gut 60% aller Vermögen gehört. 42 Millionen Menschen stehen in Arbeit, das ist Rekordverdächtig. Die Armut trotz Arbeit galoppiert jedoch seit Jahren voran. Sicherlich leiden wir nicht an Hunger wie in der dritten Welt, aber immer mehr junge Menschen in Deutschland kennen keine geregelte Beschäftigung und wachsen zunehmend orientierungslos ohne  Hoffnung auf. Kriminalität und Suchtverhalten sind die direkten Folgen. Mangelhafte Wertevorstellungen, Perspektivlosigkeit, und Resignation tun ihr übriges. Es muss ein Ruck durch unsere Gesellschaft gehen. Die Menschen in unserem Land müssen erkennen, dass sie sich diese Verhältnisse nicht gefallen lassen müssen. Es gibt viel „schnelles“ Geld bei den Konzernen und zu wenig Partizipation der Arbeitnehmer am Gewinn.

Wir von der Familien-Partei Deutschlands in NRW wollen das Ruder herumreißen und verlangen klare Arbeitsmarktpolitische Regelungen zum Wohle aller Menschen in NRW. Die weitere Umverteilung von Unten nach Oben muss gestoppt werden.  Von Arbeit muss man wieder leben können, das muss das gesamtgesellschaftliche Ziel sein. Helfen Sie mit, stärken Sie unsere Partei mit Ihrer Mitgliedschaft und setzen Sie damit auch ein deutliches Zeichen für mehr Mitbestimmung, bessere Arbeitsbedingungen und gerechtere Entlohnung. Die Menschen in NRW haben eine bessere Politik verdient. Das wird sich jedoch erst ändern, wenn gerade die kleineren Parteien wachsen um mehr Druck auszuüben. 2,-€ Mitgliedsbeitrag für unsere Zukunft in NRW ist doch wirklich nicht zu viel verlangt!

Die Lüge von der Vereinbarkeit

08.02.2015 12:29

Auch wenn stets das Gegenteil behauptet wird: Die totale Mobilisierung beider Geschlechter für das Arbeitsleben lässt nicht genug Zeit für Kinder. Die Vollzeit arbeitende Gesellschaft zehrt von der Substanz.

Die Vereinbarkeit ist allgegenwärtig. Sie fehlt in kaum einer Pressekonferenz von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles oder Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Und in Personalabteilungen redet man ohnehin von fast nichts anderem mehr.

Arbeit und der Rest des Lebens sollen miteinander vereinbar sein. Das finden alle gut und richtig, ob Staat, NGO oder Unternehmen. Und die arbeitenden Männer und Frauen sowieso.

Roland Berger hat vor kurzem eine Studie präsentiert, mit deren Hilfe man eine „neue Vereinbarkeit“, also einen „Qualitätssprung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ fordert. Das klingt natürlich besonders fortschrittlich.

Drei Dinge stellen die Autoren heraus: Unternehmen nehmen wahr, dass auch Väter ein Familienleben haben möchten; Berufseinsteiger erwarten, dass der Job sich nach der Lebensplanung richtet; Eltern wünschen sich, beide „vollzeitnah“ zu arbeiten und Familienarbeit fair zu teilen.

Der letztgenannte Wunsch, so die Berger-Autoren, gehe bisher zu selten in Erfüllung. Die Antwort darauf könne „nur in noch mehr Flexibilisierung“ liegen.

So verstehen das auch die meisten Unternehmen. Und in diesem Sinne bieten sie eigene Kindergärten an und erlauben Heimarbeit.  Doch dass diese Angebote zur Vereinbarkeit nicht auf Kosten der Nettoarbeitsleistung gehen dürfen, versteht sich für Arbeitgeber von selbst. Wo dann durch Flexibilisierung unterm Strich mehr Zeit für die Familie herkommen soll, versteht sich aber nicht von selbst.

Enttäuschte Erwartungen

Wer gibt schon gerne zu, dass er den gesellschaftlichen Erwartungen nicht oder nur unter Leiden entsprechen kann? Die Journalisten Marc Brost und Heinrich Wefing tun es. Demnächst erscheint ihr Buch „Geht alles gar nicht“, in dem sie anhand von Selbstbekenntnissen und – bezeichnenderweise meist anonymen – Interviews mit ganz normalen Eltern die Illusion der Vereinbarkeit aufzeigen.

Die offenkundige Wahrheit bleibt sonst leider meist unausgesprochen, obwohl sie von Millionen Menschen am eigenen Leib erfahren wird: Wenn Mann und Frau beide in Vollzeit oder „vollzeitnah“ arbeiten, bleibt dem Paar unterm Strich weniger Zeit für die Familie als wenn es nur ein Elternteil tut. Das „bisschen Haushalt“ macht sich eben nicht von allein und Kinder sind keine Gegenstände für Betreuungsmanagement.

Eltern hören und lesen allerorten die Botschaft der Vereinbarkeit. Doch sie erfahren in ihrem eigenen Leben, dass es zwar irgendwie funktioniert - aber nur um den Preis der Vernachlässigung der wichtigsten Menschen in ihrem Leben: der Kinder und des Partners.

Dieser Gegensatz zwischen einem allgegenwärtigem gesellschaftlichem Anspruch und dem Erleben des Scheiterns in der eigenen Realität ist der ideale Nährboden für Stress. Das Ergebnis ist eine erschöpfte Gesellschaft aus Männern und Frauen, die verzweifelt versuchen, zwei oder drei Leben in einem einzigen zu führen.

Eine wachsende Zahl junger Frauen und Männer löst die Vereinbarkeitsillusion auf einfache Weise auf: Sie verzichten auf die Gründung einer Familie. Sie nehmen Roland Berger beim Wort und flexibilisieren ihr Leben ganz und gar: keine Kinder, kein Betreuungsproblem, kein schlechtes Gewissen, kein Stress.

Am besten nicht einmal ein fester Partner, der die berufliche Mobilität einschränken könnte. Berger und Konsorten würden das natürlich nie offen aussprechen, aber eine flexiblere Welt ist eine Welt mit weniger festen Liebesbeziehungen und vor allem weniger Kindern.   

Die illusionäre Behauptung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat nicht nur den vordergründigen Zweck, Menschen, die unter keinen Umständen auf die Gründung einer Familie verzichten wollen, dennoch als Vollzeitarbeitskräfte zu motivieren. Sie vernebelt auch einen unbequemen Zusammenhang in modernen Industriegesellschaften, nämlich den zwischen der Produktivität und der Reproduktivität.

Das Paradoxon moderner Gesellschaften

Der Demograf Herwig Birg, ehemaliger Leiter des Instituts für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik in Bielefeld, ist einer der wenigen, die dieses „demografisch-ökonomische Paradoxon“ offenlegen („Die alternde Republik und das Versagen der Politik“, 2015). Das durch Kindererziehung entgangene Einkommen, so Birg, ist der entscheidende Anreiz zum Verzicht auf Kinder. Und der wird von einer Wirtschafts- und Sozialordnung, die Eltern gegenüber Kinderlosen benachteiligt, noch verstärkt.

Das komplexe Zusammenspiel zwischen Familien, Demografie und politischer Ökonomie erforscht auch Wolfgang Streeck, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung. Beide schreiben, Streeck aus eher linker, Birg aus eher konservativer Denktradition kommend, was man in der Politik seit Jahrzehnten lieber verschweigt: Dass die rapide Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit seit den Sechszigerjahren der Hauptgrund für den starken Rückgang der Geburtenraten ist.

Für Streeck ist die Flexibilisierung der Arbeits- und Familienverhältnisse der Grund der demografischen Krise: „Ein eigenes Einkommen macht Frauen unabhängiger und hat gelockerte Partnerbeziehungen zur Folge. Letztere drücken, wenn alles andere gleich bleibt, auf die Geburtenrate, vor allem wenn prekäre Partnerschaften mit prekären oder auch besonders anspruchsvollen Beschäftigungsverhältnissen zusammentreffen.“

Der Rückgang der Geburten betrifft also vor allem die Mittelschicht. Denn: Wirtschaftliche Unsicherheit oder beruflicher Ehrgeiz verlangen von potenziellen Müttern Beweglichkeit. Kinder aber machen unbeweglich. Außerdem fehlt oft der verlässliche Partner – denn Männer müssen auch flexibel sein.

Die Geschichte vom „Ende der Normalfamilie“, in der der Vater die Erwerbs- und die Mutter die unentgeltliche Familienarbeit jeweils allein leisteten, wird meist als Geschichte der Befreiung der Frauen erzählt. Diese Erzählung beruht auf Biografien gebildeter Frauen, für die die Ehe ein goldener Käfig der Langeweile war. Ihre Heldinnen sind Frauen wie die Schriftstellerin Virginia Woolf, die in ihrem Aufsatz „A Room of My Own“ eine Alternative zu dem Kaffeekränzchen-Leben einforderte, das die bürgerliche Gesellschaft für sie vorgesehen hatte.

Diese Freiheitsgeschichte ist nicht falsch. Aber man kann sie auch ganz anders erzählen. Denn das Ende der Hausfrauenehe war nicht nur ein Projekt von freiheitshungrigen Frauen, sondern auch von arbeitskräftehungrigen Unternehmen. Die Arbeitgeber haben die Frauen nicht eingestellt, um sie von ihren Ehemännern unabhängig zu machen - sondern weil sie dadurch das Arbeitskräfteangebot fast verdoppeln konnten. Und weil sie dadurch nicht mehr gezwungen waren Löhne zu zahlen, die ausreichten, um eine Mittelschichtfamilie allein zu unterhalten.

Der Zusammenhang zwischen weiblicher Erwerbsbeteiligung, lockereren Familienstrukturen und abnehmenden Geburtenzahlen ist, wie Streeck schreibt, „längst nicht zureichend erforscht“. Ganz zu schweigen von politischen Konsequenzen, die eine ernsthafte Demografiepolitik daraus ziehen könnte. Sich über die Ursachen der demografischen Entwicklung Gedanken zu machen, sie nicht nur zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung, sondern der Politik zu machen, bleibt in Deutschland mehr noch als in anderen Ländern tabu.

Demografie wird von der Bundeskanzlerin zwar in Sonntagsreden immer wieder als großes Zukunftsthema angesprochen. Doch dabei bleibt es dann auch. Die Demografiestrategie der Bundesregierung ist nur formal eine große Strategie. Tatsächlich ist sie ein Sammelsurium an Kümmerprogrammen, in dem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Hauptrolle spielt. Eine politische Beruhigungspille, die die drohende Bevölkerungskatastrophe zu einer „Chance“ zu erklären versucht.

Die Kosten der totalen Arbeitsmobilisierung

Das demografische Problem und seine Ursache – das demografisch-ökonomische Paradoxon – grundlegend anzugehen, haben alle Regierungen der vergangenen Jahrzehnte versäumt, wie Herwig Birg in seinem Buch eindrucksvoll zeigt: Man hat auf verhängnisvolle Weise die Prioritäten verdreht. Die Bedürfnisse der Wirtschaft stehen seither unangefochten an erster Stelle.

Nun versucht man sich im Verschweigen dieses Versagens. Das Predigen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist insofern nichts anderes als der Versuch, zu verschleiern, was ganz offenkundig ist: Die totale Mobilisierung aller Arbeitsfähigen für die Wirtschaft zehrt an der Substanz. Sie wird bezahlt durch psychische Erschöpfung und vor allem: durch ungeborene Kinder. Eine bittere Erkenntnis, die große Sorgen bereitet. Kein Wunder, dass man in Wirtschaft und Politik lieber nicht davon redet.

Solange dabei weiterhin die Prioritäten verdreht bleiben, solange also das Bedürfnis der Wirtschaft nach menschlicher Arbeitskraft immer Vorrang hat, wird das illusionäre Versprechen der Vereinbarkeit eine Quelle dauernder Enttäuschung sein.

Wenn Männer und Frauen sich von der Illusion befreien und erkennen, dass sie nicht zwei Leben in einem führen wollen, dann werden sie dies sowohl der Wirtschaft als auch der Politik deutlich machen. Und dann müssen diese auch die Prioritäten wieder geraderücken: Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen, nicht umgekehrt.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann in einer emanzipierten geschlechtergerechten Gesellschaft dann nur bedeuten, dass zwei in Vollzeit arbeitende Elternteile nicht die Regel sein können. Wer von beiden weniger oder vielleicht auch gar nicht arbeitet, oder ob beide in Teilzeit arbeiten, ist deren Privatangelegenheit. Es zu ermöglichen wäre Angelegenheit des Staates und der Unternehmen.

QUELLE: (http://www.wiwo.de

Helmut Geuking verklagt den Rat

08.02.2015 12:22

Personalmangel in Kliniken kann Leben kosten

01.02.2015 21:59

Leben der Patienten, aber auch der Pflegenden. 
Die Menschen werden immer älter, Leistungen in den Kliniken steigen, die Personalzahlen aber nicht. Der Druck auf das Personal steigt, die Qualität der Versorgung sinkt. Personal kostet – Personalmangel kostet Leben. Auch das des Personals!Um Kosten zu sparen, stellen die Krankenhäuser immer öfters Leiharbeiter ein und schließen Werkverträge ab. 
So reinigen "Leiharbeiter" z.B. Betten, Krankenzimmer und viele andere Bereiche in unseren Krankenhäusern.

Keimverschleppung ist dabei oftmals aus mangelnder Hygienekenntnis nicht ausgeschlossen.  Multiresistente Keime sind in Kliniken mittlerweile an der Tagesordnung und stellen unsere Gesellschaft vor zusätzliche erhebliche Probleme.Durch Arbeitsverdichtung und Einsparungen an Pflegepersonal geraten viele Mitarbeiter an ihre Leistungsgrenzen. Allzu oft bleibt die Qualität der Pflege dabei auf der Strecke. Noch nie waren die Fälle von Depressionen und Burnout beim Pflegepersonal so groß wie heute, und noch nie wurden so viele Patienten mit Psychopharmaka ruhig gestellt. Hier gibt es klare Untersuchungen, die  jeder dem Report der Krankenkassen entnehmen kann.
 
Der Fachkräftemangel ist an allen Ecken und Kanten spürbar.

Patienten und Besucher merken schnell, dass das Pflegepersonal sich zwar unendlich bemüht, jedoch dabei tagtäglich oftmals an seine Leistungsgrenzen stößt. Denn durch fehlerhafte Personalschlüssel und Arbeitsverdichtung stehen sie unter erheblichem Druck und die Gefahr möglicher Pflegefehler steigt.  Aufgrund immer schlechter werdender Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung ist es nicht verwunderlich, wenn sich immer mehr junge Menschen bewusst gegen eine Ausbildung in Pflegeberufen entscheiden. Die Geburtenschwachen Jahrgänge tun ihr Übriges dazu. 

Fast alle deutschen Krankenhäuser haben schwerwiegende Probleme. Sie sollen sich auf der einen Seite als ein Wirtschaftsunternehmen mit entsprechender Gewinnmaxime aufstellen, und auf der anderen Seite den gestiegenen Bedürfnissen der Patienten und einer modernen Medizin gerecht werden. Doch ein Wirtschaftsunternehmen ist eine Klinik nicht, kann sie gar nicht sein. Der einzige Gewinn kann der Gewinn der Gesundheit von möglichst vielen Menschen sein. Alle Gesundheitsminister der letzten Jahre haben hier auf diesem Gebiet komplett versagt.Es stellt sich die Frage, ob aus diesem Grund auch die Versicherungsprämien für die freien Hebammen so erhöht wurden, dass diesen oftmals nichts anderes übrig bleibt, als in die Kliniken zu gehen, um unter Dumpinglöhnen Höchstleistungen zu vollbringen?Die Betreuung und die Versorgung der Kinder und die Beratung und Hilfe für die  Eltern zu Hause bleibt dabei auf der Strecke. 

Die Familien-Partei Deutschlands in NRW sieht in der deutschen Gesundheitspolitik einen erheblichen Handlungsbedarf. 

Die Versorgung und Betreuung kranker und / oder älterer Mitmenschen und Personen mit Handicap gehört für uns zur öffentlichen Daseinsvorsorge. In der Öffentlichkeit wird der tatsächliche Zustand in unseren Kliniken verschleiert. 

So sind z.B. Krankenhäuser seit dem Jahr 2005 gesetzlich verpflichtet, regelmäßig strukturierte Qualitätsberichte zu erstellen und ihre Inhalte für eine Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. Die Berichte sollen der Information von Patienten und Versicherten dienen sowie den einweisenden und im Anschluss an die Krankenhausbehandlung weiter betreuenden Ärzten und den Krankenkassen eine Orientierungshilfe bieten.

Für Krankenhäuser eröffnen sie die Möglichkeit, Leistungen und Qualität darzustellen. Somit dient der Qualitätsbericht der Information und Transparenz auf dem Gebiet der Krankenhausbehandlung und kann zugleich für Krankenhäuser ein Wettbewerbsinstrument sein. Niemand wird dabei ernsthaft eingestehen, dass die Qualität nicht stimmt in den Krankenhäusern. Wer würde dieses Wettbewerbsinstrument freiwillig opfern,  um sich dann wohl möglich öffentlich an den Pranger stellen zu lassen? 

Der Gesetzgeber sieht vor, dass jedes Krankenhaus die Qualität seiner Leistungen sichert und verbessert (§ 135a Abs. 1 SGB V). Die Ausgestaltung von Verfahren und Instrumenten für diese Aufgaben hat er dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) übertragen. Die Politik muss dabei jedoch erst einmal „vernünftige Rahmenbedingungen“ zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung schaffen, und das wiederum kann nur durch ein mehr an Pflegepersonal und mit besserer Bezahlung erreicht werden. „Vernünftige Rahmenbedingungen“ bedeutet aber auch, den finanziellen Leistungsdruck von den  einzelnen Krankenhäusern zu nehmen und den Mensch wieder im Mittelpunkt einer solidarischen Gesundheitspolitik zu stellen. 

Wir fordern eine neue Gesundheitspolitik, machen Sie mit. Setzen Sie ein Zeichen und werden Sie Mitglied in unserer Familien-Partei.

Zahl der "Komasäufer" steigt..

Alarmierende Studie

  • Wir alle wurden als Baby geboren. Aus uns sind Krankenschwestern/ pfleger, Polizisten, Feuerwehrleute, Ärzte, Ingenieure, Altenpfleger.........geworden.
  • Wo sind die nächsten Babies aus denen Ingenieure, Ärzte/ innen, Altenpfleger.....für uns werden können....????
  • Wer kümmert sich um unsere Kinder???
  • Wen interessiert es WARUM immer mehr Kinder und Jugendliche zu Komasäufern werden??

Plakate

 

Einer für Alle, ALLE für einen.

Das Miteinander der Generationen.

     

     

Landtagswahlen 2010

 

    Am Mutter- und Europatag, den 09. 05. 2010

               ist in Nordrhein-Westfalen Landtagswahl 

  Wir haben jetzt 1127 Unterschriften

  D a n k e  allen Unterstützern und Sammlern!

 

Am 30. 03. 2010 hat der Landeswahlausschuss 25 Parteien zur Landtagswahl zugelassen.

Wir stehen auf dem Wahlzettel auf Platz 12.